Am 11. Spieltag der Landesliga Schleswig waren wir beim bislang ungeschlagenen Tabellenführer TSV Kronshagen zu Gast. Uns war vor der Partie klar, dass uns auf dem Kunstrasen eine schwierige Aufgabe erwartet. Deshalb wollten wir etwas konservativer agieren, aus einer geordneten Defensive herausspielen und Kronshagen möglichst wenig Räume geben. Über weite Strecken ist uns das sehr gut gelungen. Am Ende mussten wir uns nach einem extrem bitteren Spielverlauf dennoch mit 2:3 geschlagen geben.
Kompakt gegen den Tabellenführer – unglücklicher Rückstand kurz vor der Pause
Wir standen von Beginn an sehr kompakt und wollten vor allem das Zentrum schließen. Kronshagen hatte erwartungsgemäß mehr Ballbesitz und konnte das Spiel über weite Strecken kontrollieren. Gleichzeitig standen wir defensiv sehr ordentlich und ließen nur wenig klare Möglichkeiten zu.
Immer wieder konnten wir nach Ballgewinnen auch eigene Nadelstiche setzen und kamen zu einigen vielversprechenden Situationen. Insgesamt hatten wir das Spiel in der ersten Halbzeit genau so gestaltet, wie wir es uns vorgenommen hatten.
Kurz vor der Pause machten wir uns das Leben dann allerdings selbst schwer. Ein unnötiger Fehler im Spielaufbau ermöglichte Kronshagen eine gute Gelegenheit, die die Gastgeber zur 1:0-Führung nutzten.
Trotz des Rückstands war uns in der Halbzeit klar, dass für uns hier weiterhin alles drin war. Wir hatten über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht und wollten genau daran nach dem Seitenwechsel anknüpfen.
Doppelschlag vom Punkt – wir drehen das Spiel
Wir kamen entsprechend gut aus der Kabine und konnten Kronshagen nun etwas mehr unter Druck setzen. Daraus entstand schließlich der Ausgleich: Nach einem Ballgewinn schalteten wir schnell um und spielten die Situation gut aus. Simon Bahnsen wurde im Strafraum zu Fall gebracht und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt.
Bahnsen blieb ganz cool und verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:1.
Wir blieben anschließend weiter aktiv und glaubten an unsere Chance. Wenig später spekulierte Finn Christiansen bei einem Ball im Kronshagener Spielaufbau genau richtig, war schneller als sein Gegenspieler und wurde anschließend im Strafraum gefoult. Wieder gab es Elfmeter.
Erneut trat Simon Bahnsen an und blieb erneut eiskalt. Mit seinem zweiten Strafstoß innerhalb weniger Minuten drehte er die Partie und brachte uns mit 2:1 in Führung.
Damit hatten wir den Spitzenreiter tatsächlich ins Wanken gebracht.
Kronshagen dreht die Partie in der Schlussphase
Uns war klar, dass Kronshagen nach dem Rückstand noch einmal alles nach vorne werfen würde. Gleichzeitig wollten wir unsere Führung möglichst lange verteidigen. Das gelang uns über weite Strecken auch richtig gut.
Wir warfen uns in jeden Zweikampf, verteidigten als Mannschaft und ließen trotz des zunehmenden Drucks nur wenig zu. Lange sah es danach aus, als könnten wir die Führung tatsächlich über die Zeit bringen.
Dann kam die bittere Schlussphase. Nach einem erneuten Fehler konnten wir den Ball nicht sauber klären. Kronshagen bekam einen Freistoß zentral vor dem Strafraum zugesprochen und verwandelte diesen in der 89. Minute zum 2:2.
Damit war die Partie wieder offen.
Durch zwei Verletzungsunterbrechungen mussten Spieler nach der neuen Regel jeweils mehrere Minuten außerhalb des Spielfelds behandelt werden. Dadurch waren wir in der Nachspielzeit zeitweise sogar nur zu neunt auf dem Platz. Trotzdem verteidigten wir weiter mit allem, was wir hatten.
Doch kurz vor dem Abpfiff fiel tatsächlich noch das 3:2 für Kronshagen. Eine Flanke landete im Strafraum, wir konnten die Situation nicht mehr entscheidend klären und Rune Möller erzielte in der achten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer für die Gastgeber.
Damit standen wir trotz einer über weite Strecken sehr starken Leistung am Ende mit leeren Händen da.
Natürlich ist diese Niederlage extrem bitter. Wir haben beim ungeschlagenen Tabellenführer ein richtig gutes Spiel gemacht, waren nach dem Rückstand zurückgekommen und hatten Kronshagen bis kurz vor Schluss am Rande einer Niederlage. Umso ärgerlicher ist es, dass wir durch zwei unnötige Situationen in der Schlussphase doch noch verlieren.
Trotzdem wollen wir vor allem die positiven Dinge aus diesem Spiel mitnehmen. Wir haben erneut gezeigt, welches Potenzial in unserer Mannschaft steckt und dass wir auch gegen die Topteams der Liga mithalten können.
Jetzt gilt es, die Leistung zu bestätigen und nächste Woche wieder Punkte einzufahren. Dann geht es zu Hause gegen Kropp weiter. Dort wollen wir uns für den Aufwand endlich wieder belohnen und die nächsten drei Punkte holen.
Hier geht es zum Spielbericht auf youkick.de https://youkick.de/artikel/rune-moeller-startet-den-boeller-kronshagen-mit-last-minute-3-2-gegen-doerpum
SV Dörpum: Stefan Hansen – Finn Paulsen, Lasse Moellgaard, Henrik Jessen, Momme Petersen – Malte Johannsen (65. Thies Borchardt), Jannik Holsteiner (90.+2 John Petersen), Finn Christiansen – Simon Bahnsen, Kjell Möllgaard, Kevin Thomsen (85. Niklas Freiberg)
Trainer: Thies Borchardt
TSV Kronshagen: Paul Frech – Julius Siebenhüner, Teyi Lawson-Body, Malte Kallenbach – Lars Wethgrube (67. Peeke Schmitz), Yasin Cheriag (73. Thorge Jess), Justus Schröder (84. Luca Bertermann), Abbas Sharba – Emre Boz – Laurynas Kulikas, Milo Sankowski (67. Rune Möller)
Trainer: Coskun Yamak
Schiedsrichter: Mika Baghai-Anaraki (VfL Oldesloe)
Assistenten: Linus Eisenbach, Gernot Zesch
Zuschauer: 154
Tore:
1:0 Laurynas Kulikas (36.)
1:1 Simon Bahnsen (58., Strafstoß)
1:2 Simon Bahnsen (64., Strafstoß)
2:2 Thorge Jess (89.)
3:2 Rune Möller (90.+8)










